Tag 4

Unser letzter Tag in Hanoi, heute werden wir die Stadt zufuß erkunden: wir gehen bei einer free walking tour mit und sehen erneut für uns sehr Ungewöhnliches. Wir kommen an einen Markt, an dem auf dem Straßenrand Obst und Gemüse, Fisch und Fleisch, Gewürze und uns Unbekanntes angeboten werden. Tierfreunde haben es hier schwer – nicht wenige der Tiere leben noch, obwohl ihnen sichtbar schon sehr viel Leid zugefügt wurde.

In einer großen und unüberblickbaren Markthalle nehmen wir enge Wege durch getrocknete Meeresfrüchte, frisches Obst, trockene Wurzeln und Kleidungsstände. Dabei ist es unmöglich links und rechts nicht anzustoßen, geschweige denn jemanden zu überholen.
Die Tour führt uns weiter zu einem Wahrzeichen der Stadt, einer eisernen, verrosteten Brücke auf der Mopeds und der Zug fahren.

Später am Tag, schon nach der Tour, wagen wir was man als Tourist in Hanoi scheint’s getan haben muss: die Train Street besuchen, eine enge Straße mit Cafés links und rechts, durch die mehrmals täglich ein Zug auf gefährlich engem Raum brettert. Touristen wie wir werden schon bei einer angrenzenden Straße abgeholt und ins Café gebracht – auf eigene Faust die Train Street zu betreten ist mittlerweile verboten. Wir sitzen daher auf kleinen Plastikstühlen vor den Gleisen, in der Tür einer älteren Frau die uns Getränke serviert und in ihrer Wohnung ein kleines Café organisiert hat, um internationale Gäste von der Straße auf die Train Street einzuladen. Seltsame Welt, aber wir fügen uns und geben uns dieser Touri-Erfahrung hin. Am Heimweg habe ich, nachdem einige von uns bestellte Taxis nicht kommen, einen leichten Einbruch und habe genug von der durch die Abgase der Mopeds verseuchte Luft die uns umgibt. Es wird Zeit für uns, Hanoi zu verlassen und wir freuen uns auf unsere Fahrt in den vietnamesischen Norden am nächsten Morgen.

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